Der Fall Ramiswil gehört zu den schwerwiegendsten Tierschutzfällen der letzten Jahre in der Schweiz. Die Tötung von 122 Hunden sowie die Beschlagnahmung zahlreicher weiterer Tiere haben die Öffentlichkeit tief erschüttert. Der nun vorliegende Untersuchungsbericht macht deutlich, dass es sich nicht um ein isoliertes Versagen handelt, sondern um strukturelle Schwächen im Vollzug. Für den STS ist klar: Die festgestellten Mängel müssen konkrete Konsequenzen haben.
STS reicht Strafanzeige ein
Der Bericht erörtert die genauen Umstände, weshalb, wie und mit welchen Methoden die Hunde in Ramiswil getötet wurden, nur unzureichend. Dabei spielt die Frage der Verhältnismässigkeit eine wichtige Rolle. Die Tötung aller 122 Hunde muss von den Untersuchungsbehörden restlos aufgeklärt werden und kann strafrechtliche Schritte nach sich ziehen. Die Zugehörigkeit zu einer Rasse darf kein Kriterium für die Tötung sein. Der Gesundheitszustand sowie das Wesen jedes Tieres müssen einzeln ausführlich überprüft werden, bevor es zu einem Tötungsentscheid kommt. Deshalb hat sich der Schweizer Tierschutz STS nach der heutigen Veröffentlichung des Berichts zur Administrativuntersuchung entschlossen, Strafanzeige gegen Unbekannt einzureichen.
Bekannte Risiken früher erkennen
Der Bericht zeigt, dass die Problematik über die Tierhalterin hinausgeht und auch staatliche Kontrollmechanismen nicht ausreichend griffen. „Es ist augenscheinlich, dass in diesem Fall nicht nur die Tierhalterin versagt hat, sondern auch die Aufsicht. Wenn am Ende rund 122 Hunde getötet werden müssen, stellt sich unweigerlich die Frage nach der Verantwortung der Behörden“, sagt Peter V. Kunz, Präsident des Schweizer Tierschutz STS.
Die Halterin war den Behörden bereits bekannt und tierschutzrechtlich aufgefallen. Aus Sicht des STS zeigt der Fall exemplarisch, dass bekannte Problemhaltungen konsequenter und enger begleitet werden müssen. Frühzeitiges und entschlossenes Handeln hätte zur Vermeidung dieser Eskalation beitragen können. Zudem macht der Bericht deutlich, dass relevante Informationen zwischen den Kantonen zu wenig effizient ausgetauscht wurden. Sowohl Tiere als auch Menschen bewegen sich über Kantonsgrenzen – der Vollzug darf deshalb nicht an den Kantonsgrenzen enden.
Gute Gesetze konsequent umsetzen
Die Schweiz verfügt über hohe Tierschutzstandards und eine international anerkannte Gesetzgebung. Die vorliegenden Erkenntnisse zeigen jedoch wiederum deutlich, dass Defizite im Vollzug bestehen.
Der STS fordert deshalb erneut:
Im Fall Ramiswil hatte der STS den zuständigen Stellen konkrete Unterstützung angeboten: bei der Unterbringung beschlagnahmter Tiere, bei der späteren Pferdeauktion sowie zur Mitarbeit in einer unabhängigen Untersuchungskommission. Dieses Potenzial muss künftig besser genutzt werden.
Der STS erwartet vom Kanton Solothurn, die Empfehlungen des Berichts rasch umzusetzen und aufzuzeigen, welche organisatorischen Konsequenzen aus dem Fall gezogen werden.
STS baut Präventionsangebote weiter aus
Der STS hat bereits vor dem Fall Ramiswil entschieden, seine Aktivitäten im Bereich Tierschutzkontrollen und Tierhandel zu bündeln und auszubauen.
Die nationale Meldestelle Tierschutz wird personell weiter verstärkt und dient der Bevölkerung als zentrale Anlaufstelle für Hinweise auf problematische Tierhaltungen.
Für Rückfragen
Manuel Iseli
Schweizer Tierschutz STS
Medienverantwortlicher
Mobile +41 58 510 64 90
media@tierschutz.com
STS-Medienmitteilungen online
https://tierschutz.com/ueber- uns/medien/medienmitteilungen/
Bildmaterial
https://tierschutz.com/ueber- uns/medien/download/
Schweizer Tierschutz STS
Dornacherstrasse 101CH- 4053 Basel
Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.
1861 wurde der nationale Schweizer Tierschutz-Dachverband unter dem Namen «Schweizerischer Centralverein zum Schutz der Thiere» gegründet. 1980 wurde dieser veraltete Name in Schweizer Tierschutz STS geändert.
Heute umfasst der STS 71 Schweizer Tierschutzorganisationen und den Tierschutzverein Liechtenstein. Sein oberstes Organ ist die Delegiertenversammlung seiner Sektionen. Geleitet wird er von einem 13-köpfigen Zentralvorstand, der in neun Ressorts aufgeteilt ist: Fachbereich, Finanzen, Rechtsdienste, Politik, Kommunikation, Sektionen, Personal, International und Jugend.
Der STS ist national in allen Bereichen des Tierschutzes auf der fachlichen, politischen und gesetzgeberischen Ebene tätig. Die Sektionen des STS stellen mit ihren Tierheimen, Tierpflege- und Auffangstationen die Tierschutzbasisarbeit in allen Kantonen der Schweiz sicher.
Hinweis: Der Über-uns-Text stammt aus öffentlichen Quellen oder aus dem Firmenporträt auf HELP.ch.
| Schweizer Tierschutz STS (Firmenporträt) | |
| Artikel 'Untersuchungsbericht zum Tierschutzfall Ramiswil - STS reicht Strafanzeige ein w...' auf Swiss-Press.com |
Vom Suchportal zum Schweizer Business-Netzwerk: HELP.CH stärkt Firmendaten für die KI-Zeit
HELP Media AG, 10.07.2026Städte im Hitzestress: Mobile Begrünung als schnelle Antwort auf den Klimawandel?
Bauer Baumschulen AG, 10.07.2026
23:22 Uhr
Interaktives Tool zur Berufsbildung: Abbruchquoten von über ... »
22:02 Uhr
Feuer in Bangkoker Pub tötet mindestens 27 Menschen »
21:23 Uhr
Herausfordernder Feuerwehr-Einsatz: Stoppelfeld in Egnach TG in ... »
21:22 Uhr
Wegen Bahnumbau – Ohne Säntisbahn fehlen der Käserei die Gäste »
A. Vogel Salvia Salbeibonbons
CHF 2.30 statt 3.35
Coop
A.Vogel Bio Herbamare Trocomare Fleisch & Geflügel Gewürz
CHF 11.10 statt 15.90
Coop
Albizzia Frescobaldi Chardonnay Toscana IGT
CHF 7.70 statt 11.50
Coop
Always Normal Gigapack 2x76 Stück
CHF 7.25 statt 9.10
Coop
Always Ultra Long Flügel Quattro 48 Stück
CHF 8.20 statt 10.30
Coop
Always Ultra Long Plus Flügel Quattro 40 Stück
CHF 7.60 statt 9.55
Coop