Mit der Petition fordert VIER PFOTEN die australische Regierung auf, die Tierschutzstandards in der Schafhaltung zu überarbeiten und die Lämmerverstümmelung gesetzlich zu verbieten. Australien ist mit einem Marktanteil von rund 80 Prozent der weltweit grösste Produzent von feiner Bekleidungswolle – und das einzige Land, in dem die Lämmerverstümmelung weiterhin erlaubt ist. Dabei werden wenigen Wochen alten Merinolämmern ohne Narkose oder Schmerzlinderung grosse Haut- und Fleischlappen am Hinterteil weggeschnitten, um den Befall mit Fliegenmaden zu verhindern, dabei gäbe es längt schmerzfreie Alternativen.
«Die Lämmerverstümmelung ist nicht nur ein gravierendes Tierschutzproblem, sondern zunehmend auch ein Risiko für Australiens internationale Reputation», sagt Rebecca Picallo Gil, verantwortlich für die Wollkampagne von VIER PFOTEN. Bereits vor über 20 Jahren hat die australische Wollindustrie versprochen, diese grausame Praxis zu beenden – doch sie besteht bis heute fort, obwohl es klare, wissenschaftlich belegte Alternativen gibt. «Wir werden den Druck weiter erhöhen, bis ein landesweites Verbot umgesetzt ist und australische Lämmer nicht länger leiden müssen.»
Starke Unterstützung aus der Schweiz
Auch in der Schweiz wächst der Druck auf die australische Regierung. Über 28’000 Menschen haben die Petition unterzeichnet. Zudem unterstützen mehrere Schweizer Modeunternehmen – darunter NILE, Mammut und Calida – die Forderung nach einem Ende der Lämmerverstümmelung und verpflichten sich zu höheren Tierschutzstandards in ihren Lieferketten.
Mit einer lebensgrossen Schaffigur zog VIER PFOTEN vom Helvetiaplatz in Bern bis zur australischen Botschaft. Die symbolische Prozession machte das Leid der Lämmer sichtbar und nutzte den öffentlichen Raum, um Passantinnen und Passanten über die Hintergründe der Kampagne und die grausame Praxis der Lämmerverstümmelung zu informieren. Mit der Aktion machte VIER PFOTEN auf den dringenden Handlungsbedarf aufmerksam und forderte wirksame Massnahmen zum Schutz der Lämmer.
Hintergrund
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VIER PFOTEN ist die globale Tierschutzorganisation für Tiere unter direktem menschlichem Einfluss, die Missstände erkennt, Tiere in Not rettet und sie beschützt. Die 1988 von Heli Dungler und Freunden in Wien gegründete Organisation tritt für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Im Fokus ihrer nachhaltigen Kampagnen und Projekte stehen Streunerhunde und -katzen sowie Heim-, Nutz- und Wildtiere – wie Bären, Grosskatzen und Orang-Utans – aus nicht artgemässer Haltung sowie aus Katastrophen- und Konfliktzonen.
Mit Büros in Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Grossbritannien, Kosovo, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, den USA und Vietnam sowie Schutzzentren für notleidende Tiere in elf Ländern sorgt VIER PFOTEN für rasche Hilfe und langfristige Lösungen. In der Schweiz ist die Tierschutzstiftung ein Kooperationspartner vom Arosa Bärenland, dem ersten Bärenschutzzentrum, welches geretteten Bären aus schlechten Haltungsbedingungen ein artgemässes Zuhause gibt.
Hinweis: Der Über-uns-Text stammt aus öffentlichen Quellen oder aus dem Firmenporträt auf HELP.ch.
| VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz (Firmenporträt) | |
| Artikel 'Halbe Million Menschen fordert Ende der Lämmerverstümmelung...' auf Swiss-Press.com |
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