Die globale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN bittet, Igel nicht aus falsch verstandener Fürsorge der Natur zu entnehmen. Dies wäre laut Schweizer Heimat- und Naturschutzgesetz auch nicht erlaubt. Der Igel ist ein Wildtier und gehört nur im absoluten Notfall, also wenn das Tier verletzt, krank oder verwaist ist, in menschliche Obhut. Ab einem Gewicht von 500 Gramm sind Igel grundsätzlich ausreichend gewappnet, um den Winterschlaf zu überstehen. «Wenn man Igel tagsüber sieht, ist es in der Regel ein Hinweis, dass es sich um schwache, verletzte, kranke oder elternlose Tiere handelt, denn gesunde Igel sind normalerweise nur nachtaktiv», so Dominik del Castillo, Campaigner Wildtiere bei VIER PFOTEN Schweiz.
Igel gesichtet, was nun?
Findet man einen offensichtlich hilfsbedürftigen Igel, fängt man diesen am besten behutsam
mit Handschuhen ein und bringt das Tier in einem Katzentransportkorb zu der nächstgelegenen
Igelstation. Denn die Pflege erfordert Expertise, Zeit und Wissen und sollte nur von einer Fachperson
übernommen werden. In der Schweiz gibt es
Gartenbesitzer sind gefragt
Um ihre Energiereserven für den Winterschlaf aufzufüllen, sind Igel nun vermehrt auf Nahrungssuche. Als Insektenfresser brauchen sie tierische Proteine. Igel jagen nachts Schnecken, Käfer, Spinnen, Insekten und Larven. Wer ihnen die Futtersuche erleichtern will, sollte seinen Garten für Insekten attraktiv halten. Im Normalfall brauchen Igel kein zusätzliches Futter von Menschen, in einigen Kantonen ist das Füttern von Wildtieren sogar verboten.
Damit die stacheligen Tiere gut in den Winter kommen, können alle Gartenbesitzerinnen und -besitzer mit liegengelassenen Laub-, Zweige- oder Komposthaufen den Igeln Schutz vor Wind und Wetter bieten. Zudem sollte unbedingt auf Motorsensen verzichtet werden. Diese sind, nach dem Autoverkehr eine der häufigsten Verletzungs- und Todesursachen von Igeln durch Menschenhand. Die Tiere bauen sich gern unter Hecken ihren Unterschlupf und können durch ihre gute Tarnung oft nicht rechtzeitig, vor dem Einsatz der Motorsense, erkannt werden. Auch Mähroboter können für Igel gefährlich werden und sollten daher nach dem späten Nachmittag nicht mehr laufengelassen werden, und wenn möglich nur unter Aufsicht.
Medienkontakt:
Chantal Häberling
Kommunikation Schweiz
VIER PFOTEN Schweiz
Altstetterstrasse 124
8048 Zürich
Tel. +41 43 311 80 90
Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.
VIER PFOTEN ist die globale Tierschutzorganisation für Tiere unter direktem menschlichem Einfluss, die Missstände erkennt, Tiere in Not rettet und sie beschützt. Die 1988 von Heli Dungler und Freunden in Wien gegründete Organisation tritt für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Im Fokus ihrer nachhaltigen Kampagnen und Projekte stehen Streunerhunde und -katzen sowie Heim-, Nutz- und Wildtiere – wie Bären, Grosskatzen und Orang-Utans – aus nicht artgemässer Haltung sowie aus Katastrophen- und Konfliktzonen.
Mit Büros in Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Grossbritannien, Kosovo, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, den USA und Vietnam sowie Schutzzentren für notleidende Tiere in elf Ländern sorgt VIER PFOTEN für rasche Hilfe und langfristige Lösungen. In der Schweiz ist die Tierschutzstiftung ein Kooperationspartner vom Arosa Bärenland, dem ersten Bärenschutzzentrum, welches geretteten Bären aus schlechten Haltungsbedingungen ein artgemässes Zuhause gibt.
Hinweis: Der Über-uns-Text stammt aus öffentlichen Quellen oder aus dem Firmenporträt auf HELP.ch.
| VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz (Firmenporträt) | |
| Artikel 'VIER PFOTEN: Im Herbst ist der Igel los...' auf Swiss-Press.com |
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