Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass die Pelzzucht grosse Risiken für künftige Viruspandemien birgt. Die Regierungen werden nachdrücklich aufgefordert, die zunehmenden Beweise zu berücksichtigen, dass die Pelztierzucht, insbesondere die Nerzzucht, im Interesse der Pandemievorsorge abgeschafft werden muss. Die Pelztierzucht sollte in die gleiche Hochrisiko- Kategorie eingeordnet werden, wie der Handel mit Buschfleisch und Lebendtiermärkte.
Nach Angaben der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) hatten bis Ende 2022 67 Länder auf fünf Kontinenten Ausbrüche der hochpathogenen Vogelgrippe gemeldet.
Die globale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN bezeichnet die aktuelle Situation als «sehr beunruhigend».
Dominik del Castillo, Campaigner Wildtiere bei VIER PFOTEN Schweiz, sagt: «Der aktuelle Ausbruch der Vogelgrippe in Finnland auf den Pelzfarmen ist sehr beunruhigend und Teil eines umfassenderen Problems in ganz Europa und der Welt. Diese ernste Angelegenheit erfordert eine global abgestimmte Reaktion, um die zoonotischen Risiken wirksam zu bekämpfen, bevor sich eine gefährlichere und hochansteckende Variante entwickelt.»
«Nach COVID-19 hätte es keine Ausreden mehr geben dürfen, um solche grausamen Praktiken weiter zuzulassen. Was wir jetzt brauchen, ist ein EU-weites Verbot der Pelztierzucht. Derzeit haben bereits 19 EU-Mitgliedstaaten die Pelztierzucht aus Gründen des Tierschutzes und der öffentlichen Gesundheit ganz oder teilweise verboten, und die Nachrichten aus Finnland unterstreichen die Notwendigkeit, das Gesetz zu ändern, um sicherzustellen, dass alle EU-Mitgliedstaaten diese grausame Praxis nicht weiter fortsetzen.»
Im Juni dieses Jahres wurde die endgültige Zahl der validierten Unterschriften für die Europäische Bürgerinitiative (EBI) «Pelzfreies Europa», die ein EU-weites Verbot der Haltung und Tötung von Tieren zum alleinigen Zweck der Pelzgewinnung anstrebt, mit beeindruckenden 1‘502‘319 Unterschriften bestätigt, die der Europäischen Kommission vorgelegt wurden.
Verbietet die Schweiz bald den Pelzimport?
Noch in den 80er Jahren gab es auch in der Schweiz Pelzfarmen. Doch mittlerweile gehören sie hierzulande glücklicherweise der Vergangenheit an. Allerdings werden laut Schätzungen jedes Jahr rund 350 Tonnen Echtpelz und Produkte mit Echtpelz in die Schweiz importiert. Mehr als die Hälfte dieser Pelze stammen aus China, Finnland oder Polen, wo die Tiere unter schrecklichen Bedingungen gehalten werden. Die Schweiz unterstützt die grausame Pelzproduktion weiterhin indirekt auf solchen Farmen, die der perfekte Nährboden für potentielle künftige Pandemien sind. Allerdings könnten die Eidgenossen schon bald eine Vorreiterrolle einnehmen und den Import von Echtpelz, der auf Pelzfarmen gewonnen wurde, verbieten. Dies würde ein internationales Zeichen setzen und so könnte die Schweiz einen kleinen Anteil zur Prävention der nächsten Pandemie beitragen.
Dominik del Castillo hält abschliessend fest: «Obwohl die Branche rückläufig ist, ist Finnland mit mehr als 500 Nerz-, Fuchs- und Marderhundefarmen immer noch ein wichtiges Pelzproduktionsland in Europa. Bei einer so hohen Zahl von Pelztierfarmen war dies eine vermeidbare und unnötige Tragödie. Pelztierfarmen gehören weder in eine moderne Gesellschaft noch in eine moderne Wirtschaft.»
HINTERGRUND
Stellungnahme der finnischen Lebensmittelbehörde:
Medienkontakt:
Chantal Häberling, Kommunikation Schweiz
VIER PFOTEN Schweiz
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Tel. +41 43 311 80 90
Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.
VIER PFOTEN ist die globale Tierschutzorganisation für Tiere unter direktem menschlichem Einfluss, die Missstände erkennt, Tiere in Not rettet und sie beschützt. Die 1988 von Heli Dungler und Freunden in Wien gegründete Organisation tritt für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Im Fokus ihrer nachhaltigen Kampagnen und Projekte stehen Streunerhunde und -katzen sowie Heim-, Nutz- und Wildtiere – wie Bären, Grosskatzen und Orang-Utans – aus nicht artgemässer Haltung sowie aus Katastrophen- und Konfliktzonen.
Mit Büros in Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Grossbritannien, Kosovo, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, den USA und Vietnam sowie Schutzzentren für notleidende Tiere in elf Ländern sorgt VIER PFOTEN für rasche Hilfe und langfristige Lösungen. In der Schweiz ist die Tierschutzstiftung ein Kooperationspartner vom Arosa Bärenland, dem ersten Bärenschutzzentrum, welches geretteten Bären aus schlechten Haltungsbedingungen ein artgemässes Zuhause gibt.
Hinweis: Der Über-uns-Text stammt aus öffentlichen Quellen oder aus dem Firmenporträt auf HELP.ch.
| VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz (Firmenporträt) | |
| Artikel 'Finnland lässt 120‘000 Tiere wegen des jüngsten Vogelgrippe-Ausbruchs töten - VI...' auf Swiss-Press.com |
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