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VIER PFOTEN - Neue Studie: Pandemie führt zu starker Nachfrage nach tierfreundlicher Mode



VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz

10.09.2021, VIER PFOTEN zeigt auf, dass rund 90 Prozent der Befragten Tierschutz in der Industrie erwarten. Jährlich leiden und sterben Millionen von Tieren für Kleidungsstücke aus Pelz, Leder und Wolle. Eine neue, von der globalen Tierschutzorganisation VIER PFOTEN in Auftrag gegebene Studie zeigt jedoch, dass die Nachfrage nach tierfreundlich produzierter Kleidung steigt. Die globale Umfrage umfasste knapp 14‘000 Teilnehmern:innen aus zwölf Ländern*. Sie ergab, dass sich fast zwei Drittel der Erwachsenen (64%) einer Form von Tierquälerei in der Modeindustrie bewusst sind. Seit COVID-19 sucht ein knappes Drittel (31%) entweder bewusst nach Kleidung mit Tierschutz-Standards, oder meidet tierische Textilien komplett. Das neue VIER PFOTEN Programm «Wear it Kind» fordert Konsument:innen und die Industrie auf, "Nein" zu Tierquälerei zu sagen und stattdessen tierfreundlich und nachhaltig hergestellte Mode zu wählen.


Laut der aktuellen Studie zieht jeder zweite Schweizer Erwachsene (49%) eine Modemarke einer anderen vor, wenn diese bei ihrer Produktion auf Tierschutz-Standards achtet. Insgesamt treten tierquälerische Herstellungsformen immer stärker ins Bewusstsein der Konsumenten. Weltweit erwarten neun von zehn Menschen (86%), dass Hersteller neben Umweltschutz und sozialen Standards auch Tierschutz zu einer Priorität machen. In der Schweiz wollen das sogar 91% der Bevölkerung. «Die Umfrageergebnisse zeigen, dass immer mehr Verbraucher erwarten, dass Marken das Tierwohl in der Produktion sicherstellen. Hersteller, die Tierschutz-Standards einhalten, kommen bei den Verbrauchern zunehmend besser an. Obwohl diese Umfrageergebnisse ermutigend sind, wünschen wir uns, dass sich noch mehr Menschen beim Kauf von Textilien deren potenziell tierquälerischer Herstellung bewusst sind. Wir fordern die Industrie dazu auf, eine Reduktion von tierischen Materialien voranzutreiben und für volle Transparenz innerhalb der Lieferkette zu sorgen», so Yasmine Wenk, Campaignerin bei VIER PFOTEN.

Eine Kultur des Mitgefühls

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich, laut der Umfrage, die Kaufgewohnheiten in Bezug auf Kleidung bei 50% der Befragten deutlich verändert. Im modeaffinen Italien etwa führte die Pandemie bei beinahe zwei Drittel der Befragten (64%) zu einem veränderten Kaufverhalten. In der Schweiz sind es rund 56%. Im Gegensatz zu früher erkundigt sich ein Viertel der Befragten (24%) über nachhaltige Mode mit höheren Tierschutz-Standards, aber nur 13% der Schweizer:innen können sich zu einem gänzlichen Verzicht auf Mode tierischen Ursprungs durchringen. Auf globaler Ebene hat sich jeder achte Umfrage- Teilnehmer (13%) dazu entschlossen, tierbasierte Mode zu meiden, wobei Bulgarien (28%), Südafrika (20%) und Österreich (17%) die Liste anführen.

Wear it Kind

VIER PFOTEN hat in der Vergangenheit bereits mehrfach erfolgreich für Verbesserungen in der Textilbranche gekämpft: Zuletzt konnte man die Marken PUMA und Calvin Klein davon überzeugen, auf Mulesing-Wolle zu verzichten. Trotz schmerzfreier Alternativen werden beim Mulesing jungen Merino- Lämmern grosse Hautstücke vom Hinterteil abgeschnitten, um Fliegenbefall zu verhindern. Darüber hinaus hat VIER PFOTEN auf internationaler Ebene gemeinsam mit anderen Organisationen das «Fur Free »-Retailer-Programm zum Erfolg geführt, bei dem sich über 1‘500 Marken dazu verpflichtet haben, nie wieder Pelz zu verwenden. «Mit unserem «Wear it Kind»-Programm wollen wir Marken dazu ermutigen, den Einsatz von Materialien tierischen Ursprungs zu reduzieren, ihre Lieferkettenpraktiken zu verfeinern und tierische Produkte langfristig durch nahhaltige, tierfreie Materialien zu ersetzen. Während Pelz seit einiger Zeit im internationalen Fokus steht, gibt es auch viele andere grausame Praktiken wie das Lebendrupfen von Gänsen und die brutalen Tötungs- und Haltungsbedingungen von Tieren, die für die Produktion von Leder missbraucht werden. Gemeinsam können wir diese Grausamkeiten beenden und auf eine tierfreundliche Modezukunft hinarbeiten», resümiert Wenk.

*Die weltweite Studie wurde zwischen dem 7. und 18. Januar 2021 online durchgeführt und besteht aus repräsentativen Stichproben der folgenden zwölf Märkte:

| Australien | 1.060 |

| Österreich | 1.054 |

| Bulgarien | 1.013 |

| Frankreich | 1.027 |

| Deutschland | 2.038 |

| Italien | 1.024 |

| Niederlande | 1.046 |

| Südafrika | 508 |

| Spanien | 1.026 |

| Schweiz | 529 |

| Vereinigtes Königreich | 2.109 |



Medienkontakt:
Chantal Häberling, Kommunikation Schweiz
VIER PFOTEN Schweiz
Enzianweg 4
8048 Zürich
Tel. +41 43 311 80 90
chantal.haeberling@vier-pfoten.org
www.vier-pfoten.ch



Über VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz:

VIER PFOTEN ist die globale Tierschutzorganisation für Tiere unter direktem menschlichem Einfluss, die Missstände erkennt, Tiere in Not rettet und sie beschützt. Die 1988 von Heli Dungler und Freunden in Wien gegründete Organisation tritt für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Im Fokus ihrer nachhaltigen Kampagnen und Projekte stehen Streunerhunde und -katzen sowie Heim-, Nutz- und Wildtiere – wie Bären, Grosskatzen und Orang-Utans – aus nicht artgemässer Haltung sowie aus Katastrophen- und Konfliktzonen.

Mit Büros in Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Grossbritannien, Kosovo, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, den USA und Vietnam sowie Schutzzentren für notleidende Tiere in elf Ländern sorgt VIER PFOTEN für rasche Hilfe und langfristige Lösungen. In der Schweiz ist die Tierschutzstiftung ein Kooperationspartner vom Arosa Bärenland, dem ersten Bärenschutzzentrum, welches geretteten Bären aus schlechten Haltungsbedingungen ein artgemässes Zuhause gibt.



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Weitere Informationen und Links:
 VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz (Firmenporträt)

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