Für den Schweizer Tierschutz STS ist das Aus der Löwennummer eine gute Nachricht. Schon lange bemängelt der STS die Haltung von Grosskatzen im Zirkus. Zwar werden die gesetzlichen Minimalanforderungen in der Regel eingehalten, doch sorgen die häufigen Ortswechsel, der Transportstress und die vielen Aufführungen für zusätzliche Belastungen der Tiere.
Bei einem Zirkusbesuch im Frühjahr beobachtete der STS bei den Löwen während der Vorführung wiederholt Abwehrverhalten sowie Zeichen von Aggression und Angst. Zwei Tiere schienen verängstigt und gestresst und verschwanden bei erster Gelegenheit fluchtartig aus der Manege. Kein Wunder: Während der Vorführung war der gemessene Geräuschpegel extrem hoch - eine äusserst unangenehme und unnatürliche Umgebung für die sensiblen Tiere.
Der Schweizer Tierschutz STS lehnt derartige Tierspektakel, wie sie im Circus Royal zu sehen waren, grundsätzlich ab. Der Verband ist dezidiert der Meinung, dass die derzeitigen gesetzlichen Grundlagen hierzulande nicht genügen, um in einem Zirkus eine artgemässe Tierhaltung zu gewährleisten und dass gewisse Tierarten für das Mitführen auf Tournee und die Präsentation in der Manege nicht mehr in Frage kommen dürfen. Dazu gehören Grosskatzen aber u.a. auch Bären, Nashörner, Elefanten, Flusspferde oder Menschenaffen.
Der Schweizer Tierschutz STS ist der Überzeugung, dass sich die Qualität eines Zirkus nicht an der Exotik seiner Menagerie, sondern am Standard seiner Tierhaltung und an den Darbietungen seiner Artisten misst.
Kontakt:
Samuel Furrer
Leiter Fachbereich, Fachstelle Wildtiere
Schweizer Tierschutz STS
Telefon 076 345 14 48
Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.
1861 wurde der nationale Schweizer Tierschutz-Dachverband unter dem Namen «Schweizerischer Centralverein zum Schutz der Thiere» gegründet. 1980 wurde dieser veraltete Name in Schweizer Tierschutz STS geändert.
Heute umfasst der STS 71 Schweizer Tierschutzorganisationen und den Tierschutzverein Liechtenstein. Sein oberstes Organ ist die Delegiertenversammlung seiner Sektionen. Geleitet wird er von einem 13-köpfigen Zentralvorstand, der in neun Ressorts aufgeteilt ist: Fachbereich, Finanzen, Rechtsdienste, Politik, Kommunikation, Sektionen, Personal, International und Jugend.
Der STS ist national in allen Bereichen des Tierschutzes auf der fachlichen, politischen und gesetzgeberischen Ebene tätig. Die Sektionen des STS stellen mit ihren Tierheimen, Tierpflege- und Auffangstationen die Tierschutzbasisarbeit in allen Kantonen der Schweiz sicher.
Hinweis: Der Über-uns-Text stammt aus öffentlichen Quellen oder aus dem Firmenporträt auf HELP.ch.
| Schweizer Tierschutz STS (Firmenporträt) | |
| Artikel 'Schweizer Tierschutz STS: Keine Löwen mehr im Circus Royal...' auf Swiss-Press.com |
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